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Die Bundeswehr zieht ab - leider nicht überall: Ostwestfalen hat schon gute Erfahrungen mit der Umwandlung militärischer Einrichtungen

INHALT
- Sie reden von Frieden, sie führen Krieg - Truppen raus aus Afghanistan!
- Inge Höger: Konsequent gegen Streumunition
- Rüstungsatlas online: Die Adressen der Kriegsprofiteure
- Reform der Pflegeversicherung? Bislang nur vollmundige Makulatur!

- Kinderarmut im Kreis Herford
- DIE LINKE für vollständige Rekommunalisierung der Stromnetze

 

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28. Januar 2012 DIE LINKE. Bocholt

LINKE-Ratsfrau besucht Schlecker-Beschäftigte in Bocholter Filialen

Bocholt: Ratsfrau Bärbel Sauer vor einer geschlossenen Schlecker-Filiale

Bocholt: Ratsfrau Bärbel Sauer vor einer geschlossenen Schlecker-Filiale

Die Drogeriekette Schlecker hat vor wenigen Tagen Antrag auf Insolvenz gestellt. Betroffen ist auch die Filiale an der Münsterstraße in Bocholt, die bereits seit dem 25. Januar geschlossen hat. Eine Flugblattverteilaktion macht dort vor der Filiale keinen Sinn, dachte sich LINKE-Ratsfrau Bärbel Sauer, und ging dann zur Filiale an der Osterstraße, wo sie eine Verkäuferin antraf, die sich alleine in dem Laden mit blauer Schrift aufhielt.

Offensichtlich erfreut zeigt sich die junge Verkäuferin über den Besuch der Kommunalpolitikerin, die ihr politische Unterstützung und Solidarität anbot. Draußen vor der Eingangstür stöberten einige Bocholter die Tische nach Angeboten durch, während Bärbel Sauer anschließend mit einigen Mitstreitern Flugblätter an Kunden und Passanten verteilte.

In den vielen Gesprächen in der Fußgängerzone an der Osterstraße hat Bärbel Sauer, die selber den Beruf  Verkäuferin erlernt hat, zum Problem Schlecker Stellung genommen und erklärt:

"Zehntausende Arbeitsplätze sind in Gefahr, weil im Einzelhandel die Nachfrage stagniert und ein ruinöser Verdrängungswettbewerb herrscht. Jahrelang hat Schlecker seine Beschäftigten drangsaliert, bespitzelt und versucht, ihre Löhne zu drücken. Es wäre fatal, wenn die Beschäftigten nun auch noch die Zeche für eine gescheiterte Unternehmenspolitik zahlen sollen. Arbeitsplätze erhalten, Nachfrage stärken. Alle Kraft muss dem Erhalt der Arbeitsplätze gelten. Und es muss Schluss sein mit einer Strangulierung des Konsums und einem zügellosen Wettbewerb auf Kosten der Verkäuferinnen. Die Masseneinkommen müssen steigen, die Politik in den Wettbewerb beim Einzelhandel lenkend eingreifen. Die Krise im Einzelhandel ist nicht ohne eine Umverteilung des Reichtums und eine Stärkung der Nachfrage zu lösen. Anton Schlecker darf nicht aus der Verantwortung gelassen werden.

Anita Lohberg, die Stadtverbandssprecherin ergänzt: "DIE LINKE fordert eine Mitbestimmung der Gewerkschaft und des Betriebsrates im Insolvenzverfahren. Der milliardenschwere Firmeneigner Anton Schlecker, einer der reichsten Männer der Republik, muss mit seinem Privatvermögen haften und sich so am Erhalt der Arbeitsplätze beteiligen. Die Löhne müssen endlich wieder steigen. Der Staat muss den ungezügelten Wettbewerb im Einzelhandel unterbinden."