Konsequent für Frieden und soziale Gerechtigkeit
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Newsletter Inge Höger November '11 als pdf Datei
Die Bundeswehr zieht ab - leider nicht überall: Ostwestfalen hat schon gute Erfahrungen mit der Umwandlung militärischer Einrichtungen
INHALT
- Sie reden von Frieden, sie führen Krieg - Truppen raus aus Afghanistan!
- Inge Höger: Konsequent gegen Streumunition
- Rüstungsatlas online: Die Adressen der Kriegsprofiteure
- Reform der Pflegeversicherung? Bislang nur vollmundige Makulatur!
- Kinderarmut im Kreis Herford
- DIE LINKE für vollständige Rekommunalisierung der Stromnetze
Hans-Werner Elbracht
Industriestr. 3
33803 Steinhagen/Westf.
E-Mail: hwelbracht@dielinke-ostwestfalen.de
Skype: hwelbracht • Tel. 05204 5711
Das Aktionsbündnis "Bielefeld steigt aus" fordert die rot-grüne Landesregierung
auf, geplante MOX - Atomtransporte durch NRW zu verhindern. Im Januar 2012 hatte das Bundesland Bremen Brennelement-Transporte über seine Häfen verboten, was eine Absage eines Transportes zum AKW Grohnde und den Antrag für eine Route quer durch NRW nach sich zog:
Der Atomspediteur "Nuclear Cargo + Service GmbH" will im Auftrag des
AKW-Betreibers E.ON vermutlich im März 16 plutoniumhaltige Mischoxid (MOX)-Brennelemente über Bielefelder Gebiet zum AKW Grohnde in Niedersachsen liefern. Wenn der Transport stattfinden sollte, startet er mit 3 LKW im britischen Atomkomplex Sellafield und soll vermutlich über einen belgischen Hafen und weiter über Autobahnen in NRW erfolgen.
MOX-Brennelemente sind bei der Herstellung, dem Transport und dem Einsatz in
Atomkraftwerken deutlich gefährlicher als Brennelemente die nur Uran enthalten.
Auch ihre Herstellung aus alten Brennelementen erzeugt große Mengen strahlenden Mülls und macht atomwaffenfähiges Plutonium verfügbar. Deshalb fordert das Bündnis von der Bundesregierung den kompletten Ausstieg aus der MOX-Nutzung.
Der LKW-Transport der Mischoxid-Brennelemente ist hochgefährlich:
"Sollte das enthaltene Plutonium bei einem Unfall frei werden, kann schon ein
Millionstel Gramm eingeatmet Krebs auslösen. Der geplante Transport enthält
mehrere hundert Kilogramm", kritisiert Angelika Claußen, die in der
atomkritischen Vereinigung von Ärzten und Ärztinnen IPPNW mitarbeitet.
Die Besitzer des Atomkraftwerks Grohnde - E.ON und Stadtwerke Bielefeld -
fordert das Aktionsbündnis auf, die gefährlichen Plutonium-Transporte abzusagen
und aus der Kernenergienutzung generell auszusteigen.
Am Samstag, 18. Februar 2012, informiert das Aktionsbündnis mit einem Infostand
von 11 Uhr bis 14 Uhr auf dem Jahnplatz über den anstehenden MOX-Transport durch
Bielefeld, den notwendigen sofortigen und unumkehrbaren Atomausstieg und den
Aufbau einer dezentralen ökologischen Energieerzeugung, möglichst in Bürgerhand.
Am Samstag, 25. Februar 2012, beteiligt sich das Aktionsbündnis am
"Autobahn-Aktionstag". Treffpunkt eines Autokorsos ist um 12 Uhr am Rasthof
Herford an der A2. Von dort geht es, nach einem Zwischenhalt am Rasthof Bad
Eilsen um 13 Uhr, weiter über die vermutliche MOX-Transportstrecke Richtung Hameln