Konsequent für Frieden und soziale Gerechtigkeit
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Newsletter Inge Höger November '11 als pdf Datei
Die Bundeswehr zieht ab - leider nicht überall: Ostwestfalen hat schon gute Erfahrungen mit der Umwandlung militärischer Einrichtungen
INHALT
- Sie reden von Frieden, sie führen Krieg - Truppen raus aus Afghanistan!
- Inge Höger: Konsequent gegen Streumunition
- Rüstungsatlas online: Die Adressen der Kriegsprofiteure
- Reform der Pflegeversicherung? Bislang nur vollmundige Makulatur!
- Kinderarmut im Kreis Herford
- DIE LINKE für vollständige Rekommunalisierung der Stromnetze
Hans-Werner Elbracht
Industriestr. 3
33803 Steinhagen/Westf.
E-Mail: hwelbracht@dielinke-ostwestfalen.de
Skype: hwelbracht • Tel. 05204 5711
Bericht von der Veranstaltung mit Malalai Joya am 30.11.11 in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld.
Malalai Joya ist eine junge Frau, die trotz aller Unterdrückung und Krieg in Ihrem Heimatland, viel Optimismus im Kampf für ein demokratisches Afghanistan ausstrahlt:
„Unsere Geschichte beweist, dass demokratische Werte nicht durch fremde Truppen aufgezwungen werden können, derartige Errungenschaften müssen durch das Volk selbst erkämpft werden."
Eindrucksvoll schilderte sie die katastrophale soziale Lage und die Menschenrechtsverletzungen, worunter alle Afghanen, aber insbesondere die Frauen, zu leiden haben.
Dabei betonte Malalai, dass diese Menschenrechtsverletzungen sowohl von den Taliban als auch vom Karsai Regime, das von den Nato Truppen unterstützt wird, ausgeht:
„Wir sitzen zwischen den Feinden, in der Falle - den Taliban auf der einen Seite und den US- und Nato Streitkräften und ihren befreundeten Warlords auf der anderen.“
Die Propaganda der kriegsführenden Nato Staaten über die Verbesserung der Menschen und Frauenrechte erteilt sie eine klare Absage - ganz im Gegenteil hat sich die Lage in den letzten Jahren für die Menschen in Afghanistan immer weiter verschlechtert. Zur Rechtfertigung des Natokrieges und der Besetzung werden allerdings nur die Verbrechen der Taliban über die Medien verbreitet. Ebenso werden die Existenz und die Proteste von der demokratischen Opposition, von Studenten- und Frauenverbänden gegen das Karsai Regime verschwiegen. Diese passen nicht in das Bild, dass die Bundeswehr in Afghanistan für Demokratie und Frauenrechte kämpft.
Beeindruckend für die 70 ZuhörerInnen war die Schilderung über ihre politsche Arbeit und ihr Leben im Untergrund in Afghanistan. Auf Malalai wurden bereits vier Anschläge ausgeübt und sie muss weiter um ihr Leben fürchten. Davon scheint sie sich aber nicht unterkriegen zu lassen, da es gemäß ihrer Aussage eigentlich fast allen Afghanen so gehen würde. Die von ihr verhasste Burka, die seit Einführung der Scharia wieder von den Frauen getragen werden muss, dient ihr dabei sogar als Schutz, um nicht erkannt zu werden.
Als Unterstützung der afghanischen Opposition wünscht sich Malalai, dass viele Menschen für den Abzug aller fremden Truppen aus Afghanistan demonstrieren, dass die Wahrheit über die sozialen und politischen Verhältnisse in Afghanistan verbreitet werden und dass eine solidarische Unterstützung der demokratischen Opposition, zu der die Solidaritätspartei oder der Frauenverband RAWA gehören, erfolgt.
Bericht von Carsten Strauch, DIE LINKE. Bielefeld